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Mittwoch, 15.8.01 Feuertag

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Feuertag. 9 Uhr. Die Sonne scheint warm. Die Afrikaner aus Bonn kommen nicht, was wird nun? Die Jugendlichen waren alle schon sehr gespannt. Lange Gesichter gestern abend...Gleich ruft Frau Held vom Kulturbund Güstrow an. Ob sie für ihren Schützling aus dem Steinhagener Asylantenheim, wie alle sagen ein echter Knast, erwirken kann, dass er von der Sprachschule frei kriegt für heute.

9.30 Uhr. Frau Held ruft an, sie bringt eine Familie aus Togo, Langzeit-Asylbewerber, die dringend einen Ortswechsel benötigen...Ok. Und was machen wir nun heute?

18.30 Uhr. Es sind noch alle an der Badestelle. Ich bin früher weg. Frau Buske, die Grafikerin wollte noch vorbeikommen. Ich wollte noch ein strenges Wort mit ihr reden. Ihr Sohn hat für sich und seine Freunde Redbull gekauft, von meinem Geld. Und vergessen mir das Restgeld rauszugeben... 2 Minuten nach dem ersten Trommelschlag kam eine Frau angerannt aus den Finnhütten. Sofort. Sofort aufhören mit dem unbeschreiblichen Lärm. Nein, wir sind eingeladen von der Gemeinde Lohmen... Ich verspreche ihr das der Spuk um spätestens 18 Uhr sein Ende hat. Sie zieht wieder ab. Das Feuermachen mit der Lupe gelingt nicht. Sadik der Afrikaner hat eine zu zittrige Hand und der 12 jährige Max traut sich nicht, weil er sich so mal die Hand verbrannt hat. Die Jungs fahren los Grillhähnchen und Kartoffeln kaufen, wir trommeln und kokeln. Jaquline, die Togoerin singt kräftig los, scheinbar ein Spotgesang, der Sadik verlegen macht. Erst am späten Nachmittag setzt er sich mal hin. Die Kids sind cool heute, haben sich auf ihren Hiphop vorbereitet, ihre Lieblings-CD mitgebracht - und nun das ... eine Familie mit Kleinkind, ok afrikanisch, aber irgendwie uncool.

19.15 Uhr. Frau Buske kam eben mit dem jüngsten, 5 Jahre. Designer unter sich Mac-Gesimpel. Da kommen die Togoer. Schluss jetzt..