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Gestern also Wassertag. Sadik kam wieder, brachte Achmed aus Mauretanien mit, einen stolzen Fussballer, direkt zur Fischerhütte am Lohmener See.
Zuerst sind wir ins Wasser, schnorcheln und den Schilfrand untersuchen. Ich hatte ein paar dicke Plastikrohre gefunden und mit Heisskleber Sichtfenster aufgeklebt. So konnten Unterwasseraufnahmen machen. Garnicht so schlecht! Einen Fotoapparat in Plastiktüten Naja, mal sehen.
Muscheln. Krebse, quabbeliges Zeug, schon grösseres Plankton, wie der Fischer später dazu sagt , halt Futter. Er holt uns mit seinem Boot ab, stehend überkreuz rudernd, das entspannt ihn so schön...sagt er. Am Schilfrand entlang, es geht zu einer kleineren Reuse. Mehrere Fische holen wir raus, amerikanische Flusskrebse, sehen aus wie Scampies, wir prüfen alles, ob die beissen...aber lieber vorsicht. Wir werfen alles zurück ins Wasser.
Vom Boot springen. Köpfer. Auch Achmed. Garnicht so einfach wieder rein zu kommen. Wie gross ist der grösste Fisch den er hier gefangen hat? Sooo lang? Ja aber dann gibt auch noch Balduin, den Killerkarpfen. Bekannt aus Funk und Fernsehen. Frisst Kinderzehen. Nicht nur... sagt drohend der Fischer.
Seemannsgeschichten. Natürlich, er ist früher zur See gefahren, mit der Fischereiflotte der DDR in die Barringsee, ins Eismeer, Norwegen, Grönland, Amerika, bis Boston runter. Ob ihm beim Landgang die hübsche MIT Studentin Clea aufgefallen wäre?
In Afrika war er nicht damals, das fing ja erst später an. Der Fisch wurde knapp, nach Jahren von fetter Beute Raubbau, nur das Beste, den Rest zurück ins Meer... Später hat die DDR dann in Afrika gefischt, den Fang dort verkauft, weil ihn in Europa keiner wollte, mit dem Erlös Fangrechte in Amerika erworben. Oft haben sie sich dann auch einfach beliefern lassen, von kleinen nationalen Fischereiflotten....
1975 hat der Vater den Betrieb am Lohmener See an ihn übergeben. Jetzt ist der eigene Sohn dabei. Aal müssen sie schon zukaufen, die Nachfrage ist einfach zu gross.
Basteltag heute. Die Druckfarben sind nicht da. Montag bestellt. brsxtwxtbr! Florian schneiden seinen ersten Film. Er nennt ihn Water Jumper. Die Musik hat er auch gemacht. Abends gucken wir CONTACT auf Videobeamer. Herr Schwad vom Filmclub Güstrow hat uns damit aushelfen können.