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Basteltag. Heute abend kommt Carmen. Allgemeine Erschöpfung. Mein Rücken schmerzt noch etwas von dem Kraftakt des letzten Tages. Wir basteln wieder an den Blechkisten. Jetzt sind 6 Stück in Arbeit. Leider sind über Nacht die Eding-Stifte verschwunden, und die Druckerfarbe ist auch noch nicht da...
So sind wir heute mehr mit dem Rechner zu Gange. Endlich kann Max auftrumpfen mit seinem selbsterstellten Parcour für das virtuelle Minigolfspielen. Stolz präsentiert er eine unglaublich schwere Bahn. Die schafft keiner!
. Einige Flash-Animationen entstehen. Andreas ist erst skeptisch. Ja kennt er Malprogramme, seiner Reaktion nach zu urteilen wird er von Nachhilfelehrern damit gequält. Er macht so ein Begabten-Förderungsprogramm mit. Als seine Figuren anfangen sich zu bewegen, flippt er aus: Ja so, dann fällt Kacke aus seinem Kopf und der fällt drüber usw...
Die Grafikerin des Ortes, Heike Buske, kommt dazu. Ja so, ach ist das komisch, aber ich bin doch Linkshänderin. Zwei Jugendliche kommen auch dazu, absolut alte Hasen mit allen Schikanen Tablet und wo ist der Klammergriff und haste dies und haste das... Also die Feder soll im Wind flattern, ok, Moment. Scheiss, ich find den Drehpunkt nicht. Aber so is auch gut. Alle sind zufrieden. Nur als ich sage: Die Animationen von den Kindern find ich noch viel schöner, reagiert Heike etwas entäuscht. In jedem Kreativen steckt halt doch ein Kind: Na, wie war ich?
Abends kommen Carmen und Thorsten vorbei. Hauruck-Schlagabtausch mit Carmen. Die ganzen Anspannungen der letzten Tage kommen raus, der Stress bei der Realisation meiner Themen-Woche, und ihr Kampf mit den Institutionen... Sie koordiniert ja das Ganze, das Projekt KUNSTKUR, zu dem ich der erste eingeladene Künstler bin.
Der Marketingverbund Seeblick Herz Mecklenburg organisiert das Projekt. Finanziert wird es von Geldern des Ministeriums für Forschung und Bildung. Kunstkur bietet Lohmen in der kommenden Zeit ein vielfältiges Programm mit künstlerischen Projekten an. Sie alle erkunden das soziale Umfeld des Dorfes und realisieren "flüchtige" Werke im öffentlichen Raum. Gut, nach dem Abendessen verstehen Carmen und ich uns wieder bestens. War ich einfach hungrig jägeragressiv?